
Die Austauschung der Infrarotlampen in Leichtmetallrädern
Seien wir ehrlich: Wenn man darüber nachdenkt, diese teuren Original-Lampen durch günstigere Alternativen zu ersetzen, geht es in der Regel um die Kostenersparnis. Doch es ist nicht so einfach, einfach nur eine billigere Glühbirne zu kaufen. Wenn die Spektralstrahlung oder die Wärmestärke nicht richtig eingestellt wird, entstehen Probleme wie verzogene Lackoberflächen oder die gefürchtete „Orangenschalen-Textur“.
Die Besonderheiten bei Leichtmetallrädern
Leichtmetallräder sind schwierig zu bedienen – sie haben ungewöhnliche Formen und speichern viel Wärme. Deshalb nutzen wir Kurzwellen-Infrarotlampen. Die Kraft dieser Lampen dringt direkt durch die Schutzschicht und trifft auf das Metall. Dadurch wird das Rad von innen heraus erhitzt. So wird verhindert, dass die Oberfläche verbrennt, während der Kern noch kalt ist. Zudem braucht man eine hohe Leistungsdichte, damit die Arbeit schnell voranschreitet.
Die richtige Ersatzlampe auswählen
Wenn ich einem Kunden dabei helfe, auf einen großen Weltmarkenhersteller zu verzichten, schaue ich nicht nur auf die angegebene Leistung in Watt. Das wäre ein Anfängerfehler. Ich prüfe stattdessen den Spannungsabfall sowie die Funktionsfähigkeit der Reflektoren. Die Passgenauigkeit muss perfekt sein. Wenn eine Lampe mit 230 V oder 400 V um nur 5 mm abweicht, wird die Quarzröhre beim Einsetzen unter Druck geraten. Das führt zu einem vorzeitigen Versagen der Lampe.
Ich achte auch darauf, dass die Filamente genau in der Mitte sitzen. Wenn die Filamente auch nur etwas verschoben sind, entstehen Hotspots. Und Hotspots bedeuten eine ungleichmäßige Aushärtung des Materials – was wiederum zu fehlerhaften Produkten führt.
Die Nachteile, die man kennen sollte
Günstige Ersatzlampen können durchaus funktionieren – doch man muss auf die Leistung achten. Hochleistungs-Kurzwellentuben sind empfindlich. Wenn das Stromnetz in der Fabrik „unruhig“ ist oder starke Spannungsspitzen aufweist, werden diese Lampen viel schneller versagen, als es die Herstellerangaben versprechen. Wenn man die Lampen bis an ihre Grenzen belastet, ist es besser, spezielle Spannungsstabilisatoren einzusetzen. Das spart viele Probleme.
In Betrieb nehmen
Die gute Nachricht: Es handelt sich dabei im Grunde um einfache Ersatzteile. Man tauscht einfach die Lampen aus, überprüft, ob die Kontakte fest sitzen, und führt einen Temperaturtest durch. Sobald die Oberfläche die richtige Temperatur erreicht hat, funktioniert alles einwandfrei. Einfach so.